Montag, 3. September 2012

Gefühle, neue und alte Freunde

02.09.2012
Der wirklich 1. Tag sollte ganz anders verlaufen, wie beim letzten Mal hier im Raum Srebenica. Wir hatten natürlich beim Abdul ein wunderbares Frühstück eingenommen, die Stimmung im Team war sensationell und so fuhren wir als Erstes einmal in das BhB-Lager und haben unsere Busse ausgeladen und eine erste Sichtung der vielen  gespendeten Geschenke gemacht. Haben wir das alles wirklich in unseren 3 Bussen untergebracht gehabt?
Wir haben beschlossen, dass wir die ganzen Sachen erst dann sortieren, wenn auch die Greti angekommen ist.
Da wir heute unsere Familien vom Mai-Einsatz besuchen wollten, haben wir auch etwas planlos 3 Pakete für sie zusammengestellt und die wurden dann in die 3 Busse  verstaut.
Anschließend haben wir dann im ehemaligen "UN-Kommandolager" einen berührenden Film zum Fall Srebrenica angeschaut. Wer den Film schon gesehen hat, der weiß, dass man auch als Nichtwissender gleich einmal ein bisschen wissend wird.
Der Besuch des Memorials mit mit den vielen Grabsteinen hat uns im Kopf einen Schalter umgedreht und somit die richtige Einstellung für unsere Woche gegeben.

Anschließend besuchten wir  alle "neuen Familien", um uns ein Bild von ihrer derzeitigen Situation zu machen. Ich kann nur sagen, dass man das gesehen haben muss, um es zu glauben. Es ist für uns einfach unvorstellbar, dass z.B.  2 junge Familien mit insgesamt 5 Kindern in 2 Räumen in einem abbruchreifen Haus wohnen, besser gesagt hausen müssen.

Wir haben jedenfalls nicht nur alle unsere 3 Familien in ihren Behausungen besucht, sondern auch schon die Bauplätze besichtigt und Pläne geschmiedet (aber davon werden wir in den nächsten Tasgen berichten).

Der wesentlich schönere Teil des heutigen Tages waren die Besuche bei den Familien, wo wir im Mai die Häuser aufgebaut haben.
Haus in Osmace mit Zubau
Zivka und der "Mann mit dem Hut"

Der Jüngste von Elvira mit Sandra


Am heutigen Tag haben wir noch nicht mit den Bauten begonnen, wir haben aber wieder viele Eindrücke gesammelt, haben neue Situationen gesehen, haben viel nachgedacht und zugleich geplant.
Wir haben gesehen, wieviel mit etwas Hilfe möglich und machbar ist.
Wir haben aber auch gesehen, dass nicht alles so passiert, wie es notwenig wäre. Ein Projekt wie unseres kann nur einen Anstoss geben, ob man weiterrudern will, muss jeder letztendlich selbst entscheiden.

Morgen werden wir bei unseren Baustellen die Arbeit beginnen und, egal was kommt, am Freitag den 3 Familien den Schlüssel zu ihren Häusern überreichen.
" Wo ein Wille, da ein Weg".
Der Wille von uns ist da, den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft werden wir den hoffnungssuchenden Familien versuchen einigermaßen zu ebnen.

Gute Nacht und wir freuen uns auf viele Kommentare, denn "Wer bei uns ist, der ist mit uns"!



Vieles ist neu entstanden und unsere Hilfe hat Früchte getragen.

Kommentare:

  1. Liebes Team! Die ersten Bilder zeigen deutlich, warum ihr gerade dort, in dem von zu vielen vergessenen Fleckchen Erde, euer Sozialprojekt macht: steter Tropfen höhlt den Stein! Jede Familie die hoffnungsvoll in die Zukunft schaut ist ein Baustein für den Frieden und gibt den Jungen einen Blick in eine bessere Zukunft. Robert und die Sonnenblumen zeigen sehr schön, dass das Klessheimer Logo über Salzburg hinaus wirkt, die ersten Samen sind aufgegangen, nicht nur im Boden daheim, sondern auch in einem anderen Stückchen Erde. Liebe Grüße an Jung und Alt (wegen dem Mann mit dem Hut und den weißen Haaren!) Michaela

    AntwortenLöschen
  2. Uns freut es das Ihr gut angekommen seit nach einer langen reise für den guten Zweck. Wünschen Euch viel Erfolg für Euer Projekt und hoffen das ihr wieder gut nach Hause kommt.


    Familie Öller

    AntwortenLöschen
  3. Dem Bauteam wünsche ich viel Spaß und Freude bei der 2. Mission! Die vielen Berichte in den Zeitungen sowie dem Fernsehen haben gezeigt, was man alleine oder als kleines Team bewirken kann.
    Lieber Papa, ich kann nur sagen, dass ich so unbeschreiblich stolz auf dich bin, das man es mit Worten gar nicht ausdrücken kann. Was du im letzten Jahr mit diesem Projekt neben deiner Familie und deinem normalen Beruf geleistet hast, ist einfach unglaublich. Das Lachen in den Gesichtern der Familien au fden Fotos zeigt einem welch Wunder man vollbracht hat. Ich bin sehr traurig, dass ich nicht mitfahren konnte, aber unsere kleine Baustelle ist ja jetzt auch bei uns angelaufen. Ich freue mich über jedes Bild und jeden Bericht.
    Beatrice

    AntwortenLöschen
  4. Liebes Team, auch ich wünsche Euch viel Spaß, Freude und genügend Ausdauer für die Arbeiten, die ihr noch machen wollt. Gerne hätte ich etwas dazu beigetragen, aber ich bin nicht vor Ort und auch habe ich nichts "abgegeben". Vielleicht gibt es beim nächsten Termin vorher ein Rundmail oder eine Info und ich würde eifrig sammeln gehen.
    Alles Gute!
    Familie Walcher

    AntwortenLöschen